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Recycling

Wenn Altes zu Neuem wird

Recyclingpapier gibt es in allen Arten und Formen, aber bis es soweit ist, müssen einige Dinge geschehen.
Der Fortschritt hat uns viele Dinge gebracht, die für uns heute selbstverständlich sind. Zum Beispiel Strom oder fließendes Wasser. Eine weitere Sache, vor allem im Zug der letzten fünfzig Jahre, ist das Recycling von Papier. Heute ist Europa mit einer Recyclingquote von 72% für Papier führend, und für die meisten von uns ist es selbstverständlich, dass Altpapier in die entsprechenden Recyclingboxen gelangt.

Aber was genau passiert mit dem Altpapier, das wir in diese Boxen legen? Wie wird dieser Mix aus Kopierpapier, Verpackungsmaterial oder Karton zu Recyclingprodukten wie dem NAUTILUS®-Papier von Mondi verarbeitet?

 
Wie zu erwarten, beginnt alles damit, dass Lastwagen die mit Altpapier gefüllten Container abholen. Je nachdem, ob ein Vertrag mit einem Recyclingunternehmen besteht oder nicht, wird das Altpapier dann entweder zu einer kommunalen oder zu einer privaten Sortieranlage gebracht. Viele Städte oder Gemeinden, oft weil ihnen die notwendige Infrastruktur fehlt, aber auch weil es wirtschaftlich sinnvoll ist, verkaufen Verträge über Recyclingpapier, die dann von den Recyclingunternehmen erfüllt werden.  
Unabhängig davon, ob es sich um eine kommunale oder eine private Sortieranlage handelt, der nächste Schritt ist überall derselbe: Das Altpapier wird in seine verschiedenen Qualitäten sortiert. Diese vom Europäischen Komitee für Normung standardisierten Qualitäten sind in fünf verschiedene Gruppen unterteilt, von gewöhnlichen bis hin zu Sonderqualitäten. NAUTILUS® besteht übrigens zu 100% aus Post-Consumer Altpapier, d.h. es sind keine Abfälle oder Reste aus der Papierproduktion, sondern Papier, das tatsächlich von den Endverbrauchern verwendet wurde.
 
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Hier ist es wichtig anzumerken, dass Altpapier frei von jeglichen Nicht-Papierbestandteilen sein sollte. Metall, Glas, Textilien, Sand oder Kunststoffe erschweren die Sortierung von Altpapier, sind manchmal sogar gefährlich und verteuern in der Regel den gesamten Recyclingprozess.
 
Während der größte Teil des Sortierprozesses heutzutage automatisch abläuft, erfolgt die erste Sortierung weitgehend manuell. Dadurch wird sichergestellt, dass die meisten Nicht-Papier-Komponenten herausgefiltert werden, bevor die Feinsortierung beginnt.
Von den oben genannten Sorten ist nur eine geringe Anzahl verwendbar, um jene Art von Zellstoff herzustellen, den wir für NAUTILUS® benötigen.
 
Das bedeutet, dass wir, um den Weißegrad und die Qualität zu erreichen, die wir für NAUTILUS benötigen, darauf achten müssen, dass wir nur Altpapier mit der gleichen hohen Qualität verwenden. Wie bereits erwähnt, werden Recyclingpapiere in fünf verschiedene Gruppen eingeteilt, und die meisten Papiere, die wir für NAUTILUS Zellstoff benötigen, stammen aus Gruppe 3, den hohen Qualitäten. Diese sind in der Regel weiß und holzfrei. Je mehr Weiße wir über das Papier erhalten und dann in Zellstoff verwandeln, desto weißer wird unser Recyclingpapier sein. Die Holzfreiheit sorgt dafür, dass das Papier weiß bleibt.
 
Sobald das für die Herstellung von NAUTILUS geeignete Altpapier gesammelt ist, muss es gereinigt werden, ein Prozess, der als De-Inking bezeichnet wird.
 
Dieser Prozess beinhaltet das anfängliche Auflösen des Papiers und dessen Umwandlung in den sogenannten Faserbrei. Anschließend durchläuft dieser Faserbrei eine Reihe von Filter- und Reinigungsstufen. Eine dieser Stufen nennt man Flotations-Deinking, denn durch Zugabe eines Kollektorwirkstoffs und anschließendes Einblasen von Luft in die mit Zellstoff gefüllte Trommel, schwimmen die Farb- oder Tintenpartikel an der Oberfläche, während der Zellstoff nach unten fällt.
Dieser Schritt wird wiederholt, bis die an die Oberfläche schwimmenden Blasen klar sind und die gesamte Tinte schließlich aus dem Faserbrei entfernt wurde. Dabei ist zu beachten, dass während des gesamten Prozesses kein Chlor zum Bleichen des Zellstoffs verwendet wird. Es ist das, was gemeinhin als PCF bezeichnet wird, ein chlorfreier Prozess.

Abschließend wird es der Zellstoff durch ein Dispersionssystem geleitet, das es von verbleibenden Schmutzpartikeln befreit.

Was jetzt übrig bleibt, ist das sogenannte DIP, kurz für De-Inked Pulp, also von Tinte befreiter Zellstoff.
 
Infobox

Mehr erfahren

Übrigens, falls Sie sich das schon gefragt haben: man braucht etwa 1,4 Tonnen Altpapier, um 1 Tonne Recyclingpapier zu erhalten.
Ab nun ist der Prozess zur Papierherstellung identisch mit jenem zur Herstellung von Papier aus Frischfasern: In unserem niederösterreichischen Werk wird der Zellstoff der Papiermaschine zugeführt, Wasser in großen Mengen zugegeben und gestreckt, gepresst und getrocknet.
 
Am Ende werden also die mit Altpapier gefüllten Behälter in frische Riese aus NAUTILUS-Recyclingpapier verwandelt, ein Teil des Nachhaltigkeitskreislaufs ist damit abgeschlossen. Aber das ist eine andere Geschichte (im wahrsten Sinne des Wortes, sie kann hier nachgelesen werden).
 
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